
Nieslony arbeitet international. Sein Werk ist gleichermaßen formal wie thematisch und inhaltlich orientiert. Ein wesentliches Thema ist die Kunst der Begegnung. In diesem Sinne – nicht nur in Kontrast zum klassischen Kunstmarkt – gehören Begegnungen und Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern zu seinem Werk. Aus Gründungen und Mitgründungen des Künstlers entstanden viele, teils langlebige Initiativen, Gruppen und Projekte.
Die eigenen Performances des Künstlers können unvorhersehbare und unwiederholbare Improvisationen sein, die auf den Konferenzen und an Orten eher abseits des Kunstmarktes stattfinden, teils in Zusammenarbeit mit bekannten Kunstinstitutionen oder als Interventionen in urbanen Zentren oder an interessanten und außergewöhnlichen Orten.
Nieslony: „Grundlage meiner Forschung sind die ethnographischen und anthropologischen Bedingungen der Kultur und die daraus resultierenden Fragen der Präsentation und Repräsentation in der Kunst. Für mich selbst kann und will ich keinen Stil reklamieren. Jede präzis geformte Frage fordert ihr eigenes Medium und zeigt sich in diesem Licht.Dadurch sind Bezeichnungen wie Maler, Bildhauer oder Performer nicht relevant für mich. Das mediale Spektrum in der Aktionskunst oder Performance Art sind so weit, das ich mich darin aufgehoben finde.
Performance – Denn nichts ist älter als die vorüberziehende Avantgarde
Die Entscheidung, wie der Rahmen gebildet sein soll, der das Bild, der die Performance entstehen lassen wird, treffe ich meist direkt vor Ort. Gegeben sind mindestens drei Koordinaten a – die Wahl des Materials gemäß einer Bildidee b – die Wahl einer substantiellen Handlung ebenso gemäß eines Bildes, welches mich zur seiner Erscheinung nutzt. c – die Wahl einer bestimmten gesamten Gegebenheit, Ein-Blick in die Situation.“

