
Seit 1985 arbeitet Niedermayr an Projekten, in denen er den Raum als von Menschen besetzte und gestaltete Realität untersucht und immer wieder auch die Zerstörung des Planeten thematisiert, etwa in seinen Werkgruppen Alpine Landschaften und Artefakte. In diesen Kontext gehört auch seine Serie in Plastik verpackter Schneekanonen, die Niedermayr als „Porträts“ versteht, stellvertretend für Menschen, die in der Wintersaison die Bergwelt künstlich „aufwerten“. Sein Blick richtet sich zudem auf ephemere Architekturen, wie Krankenhäuser oder Gefängnisse und dokumentiert hier das Verhältnis zwischen Technik und Mensch, zwischen Ökonomie und Humanität. Zwischen 2005 und 2008 entstanden die Bildserien Iran, in denen sich die überwiegend modernen Stadtlandschaften zu phantastisch-surrealen Panoramen formieren, die die gesichts- und geschichtslose Leere einer internationalen Zweckarchitektur ästhetisch kulminieren lassen.
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