Methode

Kürzlich wurde ich gefragt was eine Performance besonders macht? Was macht dieses Kribbeln das man spürt wie tausend Ameisen, die Aufregung im Magen, die Überraschung, wenn man etwas erblickt was man so noch nie sah? Was trifft uns so ins Herz, in den Bauch, ins Gesicht? Wie können Gefühle entstehen die bis weit nach der Aufführung eindrücklich begleiten? Alles hat einen Anfang, aber neben vielen Anderem, ist das was am Ende alles in einem Punkt zusammenbringt: die SITUATION. Zum Beispiel die, in der zwei Gläser plötzlich auf einanderschlagen und zerspringen oder die, in der plötzlich die Muskeln des Performers so stark zittern, das wir dies selbst spüren. Wenn wir über Körper, Bilder und Zuschauer sprechen, beziehen wir uns eben auf diese, manchmal sehr kurzen Momente: verwirrende, intensive, ästhetische. Für mich ist das die Essenz von Performance Art, denn alles beginnt und endet mit einem Augenblick, dem Augenblick in dem die Zuschauer, der Ort und der Performer eins werden. Darum glaube ich an der Vermittelbarkeit von Performance Art. Deshalb bin ich von der Bedeutung von Performance Art als Medium mit dem höhsten Grad an Zeitgenössigkeit überzeugt, und deshalb sehe ich in Performane Art eine so wichtige Artikulation des freien Ausdrucks von Geist, Seele und Herz.
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